Meldeweg Meldeportal

Die Meldungen an das Krebsregister erfolgen über ein sog. Melderportal im Internet (https://melderportal.krebsregister-sh.de). Jede Meldestelle erhält einen eigenen gesicherten Zugang und kann grundsätzlich zwischen einer manuellen Erfassung der Meldungen und der Möglichkeit, schnittstellenkonforme Dateien ihres Tumordokumentationssystems hochzuladen, wählen.

Der neue Meldeweg ist für alle Meldeanlässe, die ab dem 26.05.2016 eingetreten sind, zu benutzen!

Manuelle Erfassung im Melderportal

Dieser Meldeweg ist insbesondere für Meldestellen gedacht, die nicht über ein eigenes Tumordokumentationssystem verfügen und eine überschaubare Menge an Meldungen abgeben. Sie können den landesrechtlich vorgesehenen Meldeanlässen entsprechend aus verschiedenen Meldungstypen den jeweilig zutreffenden wählen und zu jedem Fall die Dokumentation der entsprechenden Angaben gemäß ADT-/GEKID-Basisdatensatz in entsprechenden Meldungsmasken vornehmen.

Das Melderportal bietet dabei die dauerhafte Einsichtnahme in alle Meldungen der eigenen Meldestelle sowie die Möglichkeit der nachträglichen Vervollständigung/Bearbeitung. Aus datenschutztechnischen Gründen sind die Identitätsdaten hiervon allerdings ausgenommen. Die Identifizierung Ihrer Patienten erfolgt über die Patientenidentifikationsnummer, die Sie in Ihrem Klinik- oder Praxisverwaltungssystem benutzen.

Sämtliche Meldestellen aus dem niedergelassenen Bereich wurden bereits mit den Zugangsdaten für das Melderportal ausgestattet, so dass sie die manuelle Erfassung von Meldungen im Portal durchführen können.

Im Abschnitt „Anleitungen für die manuelle Erfassung“ finden Sie Hilfestellung für die Eingabe der Meldungen zu den verschiedenen Meldeanlässen.

Upload von schnittstellenkonformen Dateien im Melderportal

Insbesondere Melder, die über ein eigenes Tumordokumentationssystem verfügen und darin bereits alle relevanten Informationen zur Tumorerkrankung eines Patienten vorhalten, können diesen Meldeweg wählen. Sofern ihr eigenes System einen Export im vorgegebenen Format ermöglicht, kann die exportierte Datei im Melderportal des Krebsregisters hochgeladen und verarbeitet werden.

Für das Krebsregister SH ist die zum gesetzlich vorgeschriebenen ADT-/GEKID-Basisdatensatz erstellte, bundesweit gültige xml-Schnittstellendefinition (Version 2.1.1) anzuwenden – zuzüglich einiger landesspezifischen Erweiterungen, die im Rahmen der sog. „Zusatzitems“ (s. u.) zu übermitteln sind. Um die Meldungen über die Verwaltungsanwendungen von Vertrauens- und Registerstelle adäquat verarbeiten und den gesetzlichen Anforderungen hinreichend zu genügen, sind für die xml-Meldungen an das Krebsregister SH zudem bestimmte Compliance-Level zu berücksichtigen.

Sollten Sie als Melder den Meldeweg „Upload von schnittstellen-konformen Dateien“ bedienen wollen, informieren Sie bitte frühzeitig die Vertrauensstelle unter vs@.krebsregister-sh.de, damit wir Sie bzw. Ihren Software-Hersteller mit den weiteren Informationen zu den o. g. Punkten versorgen können.

Bevor wir Ihre Meldungen auf diesem Weg endgültig entgegen nehmen können, gilt es die Schnittstellenkonformität des Tumordokumentationssystems zu prüfen, z.B. durch die Vorab-Prüfung von Test-Datensätzen.

Wenn die Prüfung der Test-Daten erfolgreich absolviert wurde, erhalten Sie von uns Ihre Zugangsdaten für das Melderportal sowie eine Kurzanleitung zu dessen Bedienung (s. u.).

Übersicht der Zusatzitems für das KRSH

Kurzanleitung Melderportal Upload

Anleitung manuelle Erfassung

Im Folgenden finden Sie als Hilfestellung einige Anleitungen zur Eingabe von Meldungen im Melderportal (sog. „manuelle Erfassung“). Sie finden zu jedem Meldeanlass ein separates Dokument. Bitte beachten Sie, dass bei langfristigen Therapien (Strahlentherapie, systemische Therapie) Beginn und Abschluss der Therapie einen separaten Meldeanlass darstellen und somit separate Meldungen erfordern.

Wie Sie gespeicherte bzw. übermittelte Meldungen überarbeiten und korrigieren können, entnehmen Sie der Anleitung Nr. 7.

In Anhang (Nr. 8) finden Sie Erläuterungen zu den Abkürzungen und Werten von Auswahllisten des Melderportals, sowie ergänzende Informationen z.B. zu den sog. „Ersatzcodes“ für die Versicherungsnummern bei unbekannten privaten oder sonstigen Versicherungsträgern.

Freischaltung des Zugangs und Registrierung im Melderportal (sowie Kurzanleitung zur Erfassung von Meldungen)

  1. Diagnose einer Tumorerkrankung
  2. Sicherung der Diagnose (histologisch, zytologisch, autoptisch)*
  3. Beginn einer therapeutischen Maßnahme
    3.1 Strahlentherapie
    3.2 Systemische Therapie
  4. Abschluss einer therapeutischen Maßnahme, inkl. Abbruch
    4.1 Operative Therapie
    4.2 Strahlentherapie
    4.3 Systemische Therapie
  5. Änderungen im Krankheitsverlauf, v. a. Rezidive und Metastasen
  6. Versterben des Patienten
  7. Ändern und Korrigieren von Meldungen
  8. Anhang, Abkürzungen, Hintergrundtabellen

*exklusiv für pathologisch tätige Einrichtungen (weitere Informationen bei der Vertrauensstelle)

Melderportal

Hier geht es zum Melderportal auf dem Meldungen für das klinische Krebsregister eingegeben bzw. hochgeladen werden können.

Die medizinischen Angaben der Meldungen zu einem Patienten (anonym) werden im Melderportal u. a. zusammengefasst in einer Tumorhistorie dargestellt. Hier sollen zukünftig nicht nur Ihre eigenen Meldungen berücksichtigt werden, sondern auch die Meldungen anderer Leistungserbringer zum selben Patienten einfließen. Die Leistungserbringer bleiben dabei – so sieht es das Gesetz vor – anonym. Jeder von ihnen erhält so aber einen umfassenden Überblick über die Tumorhistorie des Patienten.

In den nächsten Ausbaustufen des Melderportals sind weitere Formen der Rückmeldung von Behandlungsdaten für Sie als Melder vorgesehen, so z.B. die Möglichkeit zum Sammeldatenabruf nach Diagnosen oder Zeiträumen.

Bitte beachten Sie, dass die Tumorhistorie und zukünftig angestrebte Möglichkeiten der Behandlungsdatenrückmeldung trotz des bestenfalls sehr umfassenden Informationsgehalts nicht als Fallakte zu betrachten sind und keinesfalls die eigene Patientenakte ersetzen können. Sie sollen nicht als Grundlage für Therapieentscheidungen o.ä. dienen.

Patientenunterrichtung und Forschungsvorhaben

Der Meldende hat den Patienten über die Meldung an das Krebsregister zu informieren und soll ihn um Zustimmung zur Mitwirkung an Forschungsvorhaben bitten.

Bitte beachten Sie, dass generell jeder Patient über die Meldung zu informieren ist. Dies kann durch ein Informationsblatt geschehen (als Download unter „Weitere Informationen“). Sollte z.B. der aktuelle psychische Zustand eines Patienten dessen Unterrichtung nicht zulassen, so ist diese zum frühestmöglichen Zeitpunkt nachzuholen.

Für Pathologen, die ja im Rahmen ihrer Tätigkeit keinen direkten Kontakt zum Patienten haben, gibt es bei der Meldebegründung die Möglichkeit „ohne Patientenkontakt“ auszuwählen.

Zusätzlich zur Unterrichtung über die Meldung soll der Melder den Patienten um seine Einwilligung zur Mitwirkung an Forschungsvorhaben bitten. Die Mitwirkung an Forschungsvorhaben ist ausnahmslos von der Zustimmung des Patienten abhängig. Die Vorlage für eine entsprechende Patientenerklärung finden Sie als Download unter „Weitere Informationen“.

Im Falle eines nach § 10 Krebsregistergesetz Schleswig-Holstein (KRGSH) von der Landesregisterbehörde genehmigten Forschungsvorhabens werden die personenbezogenen Daten der Vertrauensstelle und die epidemiologischen Daten der Registerstelle zusammengeführt und an den Antragsteller übermittelt.

Im Rahmen einer Studie kann dieser dann eine schriftliche oder mündliche Befragung der Patienten durchführen (§ 14 KRGSH). Eine telefonische Befragung ist nicht zulässig. Eine mündliche Befragung wird mindestens drei Wochen vor dem geplanten Ter­min schriftlich angekündigt, die Patienten werden dabei über den Zweck des Vorhabens und den Inhalt der Fragen informiert. Sowohl die mündliche als auch die schriftli­che Befragung darf nur mit Einverständnis der Patienten erfolgen. Die Patienten haben jederzeit die Möglichkeit, ihre Einwilligung zur Mitwirkung an Forschungsvorhaben schriftlich bei der Vertrauensstelle oder beim Melder zur Weiterleitung an diese zu widerrufen.

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