Zahlen und Fakten zu Krebs in SH

Auf einen Blick

Aus dem aktuellen Jahresbericht Krebs in Schleswig-Holstein - Band 12 - Inzidenz und Mortalität in den Jahren 2015 bis 2017, Dreijahresbericht „Krebs in Schleswig-Holstein – Band 12 – Inzidenz, Mortalität, Prävalenz und Überlebensraten 2015 bis 2017“ (Seiten 9-11):

19.400 NEUE KREBSERKRANKUNGEN PRO JAHR

traten im Zeitraum 2015 bis 2017 in Schleswig-Holstein auf. Bei den Männern wurden etwa 10.300, bei Frauen rund 9.100 neue Krebserkrankungen diagnostiziert. Zusätzlich wurden noch durchschnittlich 7.400 Neuerkrankungen pro Jahr mit Hautkrebs, der kein Melanom ist („weißer Hautkrebs“), erfasst. Insgesamt wurden in den drei Jahren 80.727 Krebsneuerkrankungen registriert.

8.900 KREBSSTERBEFÄLLE JÄHRLICH

traten im Zeitraum 2015 bis 2017 in Schleswig-Holstein ungefähr auf. Es starben durchschnittlich 4.800 Männer sowie 4.100 Frauen pro Jahr in Schleswig-Holstein an einer Krebserkrankung. In den drei Jahren 2015 bis 2017 wurden 26.790 Krebstodesfälle erfasst.

67% DER FRAUEN UND 61% DER MÄNNER

leben fünf Jahre nach einer Krebsdiagnose noch. Die relative Überlebensrate hat sich damit in den letzten 30 Jahren verbessert. Nach weiteren fünf Jahren – also zehn Jahre nach der Krebsdiagnose leben noch 56% der erkrankten Männer und 62% der Frauen. Die relative Überlebensrate ist ein Maß, das die Übersterblichkeit aufgrund einer Krebserkrankung im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung beschreibt.

100.000 KREBSPATIENTEN

leben in Schleswig-Holstein. Dieser „Krankenbestand“ (Prävalenz) wird für verschiedene Zeit­räume berechnet. Insgesamt haben 59.755 Patienten in den letzten fünf Jahren und 103.083 Patienten in den letzten zehn Jahren eine Krebserkrankung durchlitten. Damit sind 3,5% al­ler Schleswig-Holsteiner – also etwa jeder Dreißigste – in den letzten zehn Jahren von einer Krebserkrankung betroffen.

Die große Zahl an Krebspatienten verdeutlicht, dass sich die onkologische Versorgung nicht nur auf die primäre Behandlung neuer Krebserkrankungen beschränken kann, sondern sich auch immer stärker dem weiteren Krankheitsverlauf widmen muss. Dazu gehören nicht nur die leit­liniengerechte Nachsorge, sondern auch Angebote zur psychoonkologischen Versorgung, zur Rehabilitation, zur Wiedereingliederung in den Beruf und zur Selbsthilfe.

BRUST- UND PROSTATAKREBS

sind die häufigsten bösartigen Tumorerkrankungen. Mit jährlich 2.812 Neuerkrankungen und rund 700 Todesfällen sowie mit mehr als 22.000 in Schleswig-Holstein lebenden Patientinnen* ist Brustkrebs die häufigste Krebserkrankung der Frau. Danach folgen Darmkrebs (1.105 Neu­erkrankungen) und Lungenkrebs (938).

Bei den Männern treten jährlich etwa 2.300 neue Prostatakrebserkrankungen und 570 -todesfälle auf. Rund 18.300 Prostatakrebspatienten* leben in Schleswig-Holstein. Lungenkrebs (1.435 Neuerkrankungen) und Darmkrebs (1.230) sind die nächsthäufigeren Krebserkrankun­gen des Mannes.   * mit Diagnose innerhalb der letzten zehn Jahre

* mit Diagnose innerhalb der letzten zehn Jahre
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