Auf einen Blick

19.500 neue Krebserkrankungen pro Jahr

traten im Zeitraum 2012 bis 2014 in Schleswig-Holstein auf. Bei den Männern wurden etwa 10.200, bei Frauen rund 9.200 neue Krebserkrankungen diagnostiziert. Zusätzlich wurden noch durchschnittlich 7.400 Neuerkrankungen pro Jahr mit Hautkrebs, der kein Melanom ist („weißer Hautkrebs“), erfasst. Insgesamt wurden in den drei Jahren 80.648 Krebsneuerkrankungen registriert.

8.200 Krebssterbefälle jährlich

traten im Zeitraum 2012 bis 2014 in Schleswig-Holstein ungefähr auf. Es starben durchschnittlich 4.353 Männer sowie 3.833 Frauen pro Jahr in Schleswig-Holstein an einer Krebserkrankung. In den drei Jahren 2012 bis 2014 wurden 24.558 Krebstodesfälle erfasst.

70% der Frauen und 65% der Männer

leben fünf Jahre nach einer Krebsdiagnose noch. Die relative Überlebensrate hat sich damit in den letzten 25 Jahren verbessert. Vergleicht man die Zahlen mit Daten des Saarlandes Ende der 1980er Jahre (Daten aus Schleswig-Holstein gibt es für den Zeitraum nicht), so ist eine deutliche Verbesserung zu erkennen. Damals lagen die Werte bei 53% (Frauen) und 40% (Männer).

100.000 Krebspatienten

leben in Schleswig-Holstein. Erstmalig wurde für Schleswig-Holstein die Anzahl der Personen abgeschätzt, die nach einer Krebsdiagnose zu einem bestimmten Zeitpunkt noch leben. Dieser „Krankenbestand“ (Prävalenz) wurde für verschiedene Zeiträume berechnet. Die knapp 100.000 Patienten haben in den letzten zehn Jahren eine Krebserkrankung durchlitten. Damit sind 3,5% aller Schleswig-Holsteiner – also etwa jeder Dreißigste – in den letzten zehn Jahren von einer Krebserkrankung betroffen.

Die große Zahl an Krebspatienten verdeutlicht, dass sich die onkologische Versorgung nicht nur auf die primäre Behandlung neuer Krebserkrankungen beschränken kann, sondern sich auch immer stärker dem weiteren Krankheitsverlauf widmen muss. Dazu gehören nicht nur die leitliniengerechte Nachsorge, sondern auch Angebote zur psychoonkologischen Versorgung, zur Rehabilitation, zur Wiedereingliederung in den Beruf und zur Selbsthilfe.

Brust- und Prostatakrebs sind

die häufigsten bösartigen Tumorerkrankungen. Mit jährlich knapp 2.900 Neuerkrankungen und etwas über 700 Todesfällen sowie mit mehr als 21.000 in Schleswig-Holstein lebenden Patientinnen* ist Brustkrebs die häufigste Krebserkrankung der Frau. Danach folgen Darmkrebs (1.130 Neuerkrankungen) und Lungenkrebs (860).

Bei den Männern treten jährlich knapp 2.500 neue Prostatakrebserkrankungen und 500 Todesfälle auf. Rund 18.000 Prostatakrebspatienten* leben in Schleswig-Holstein. Lungenkrebs (1.400 Neuerkrankungen) und Darmkrebs (1.200) sind die nächsthäufigeren Krebserkrankungen des Mannes

* mit Diagnose innerhalb der letzten zehn Jahre
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